Technikdenkmale
Hammerschmiede am Blautopf

Jahrhundertelang war Wasser neben Muskel- und Windkraft die einzige Kraftquelle für mechanische Geräte. Die historische Hammerschmiede am Blautopf in Blaubeuren verdeutlicht dies eindrucksvoll: Über ein Wasserrad werden zwei Schmiedehämmer, eine Schleifmaschine und der Blasebalg für die Esse betrieben. Besucher erfahren viel Wissenswertes über das Schmiedehandwerk, seine Werkzeuge und Produkte.
Öffnungszeiten: Palmsonntag bis 31. Oktober: täglich 9 bis 18 Uhr, 1. November bis Palmsonntag: Sa/So/Feiertag 11 bis 16 Uhr, im Dezember geschlossen, Führungen nach Vereinbarung
Historische Hammerschmiede am Blautopf, Blautopfstraße, 89143 Blaubeuren, Telefon: 07344/921027 oder - 921025
www.blaubeuren.de
Albbähnle und Lokalbahn

Der technische Fortschritt erforderte neue Verkehrsmittel und -wege. Eine umwälzende Verbesserung der Verkehrsverhältnisse brachte im 19. Jahrhundert der Bau der Eisenbahn mit sich. Ein Zeugnis dieser Zeit sind die Museumsbahnen von Amstetten nach Gerstetten und Oppingen. In den Sommermonaten sind die regelmäßig statt findenden Dampfzugfahrten touristischer Anziehungspunkt. Alte restaurierte Bahnhöfe sind in Untermarchtal (heute Tourist-Information) und in Westerstetten (Museum) zu besichtigen.
www.uef-dampf.de
Landeswasserversorgung im Langenauer Ried
Um den Trinkwasserbedarf der infolge der Industrialisierung rasant wachsenden Bevölkerung in Stuttgart und in den Gemeinden im Fils- und Remstal zu sichern, begann im Jahr 1912 der Bau der Landeswasserversorgung, des ersten modernen Fernwasserversorgungsunternehmens in Deutschland. Noch während des Ersten Weltkrieges, im Sommer 1917, wurde sie fertig gestellt.
Besichtigung des Wasserwerks im Langenauer Ried und der Ausstellung "Erlebniswelt Grundwasser" für Gruppen ab 10 Personen nach Vereinbarung.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr
So 10.00-15.00 Uhr
Bitte unbedingt telefonisch anmelden!
Telefon: 0711/2175 0
Wasserwerk Langenau
Am Spitzigen Berg 1
89129 Langenau
lw@w-online.de
www.lw-online.de
Kalksteinverarbeitung

In einem Steinbruch bei Lauterach wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts Kalktuffstein abgebaut. Mit Hilfe von Loren wurde das Rohmaterial abtransportiert und mittels einer großen Steinsäge entstanden aus den Felsbrocken quaderförmige Kalktuffsteine die im Bau verwendet wurden. Die alte Kalktuffsteinsäge (Foto) ist am Ortsrand von Lauterach (Einmündung Wolfstal) aufgestellt und jederzeit zu besichtigen.
Ein 1922 in Untermarchtal errichtetes Kalkwerk zur Herstellung von Schwarz- und Weißkalk wurde 1939 wieder eingestellt. Der Kalkbrennofen der Anlage konnte jedoch restauriert und als technisches Kulturdenkmal erhalten bleiben.
Kalkofen-Museum, 89617 Untermarchtal, an der B 311, Telefon: 07393/917383, Öffnungszeiten: April bis Ende Oktober: So/Feiertag 11 bis 17 Uhr, Führungen nach Vereinbarung
Albwasserversorgung

Als sehr kühn muss den Menschen der Vorschlag erschienen sein, eine künstliche Wasserversorgung zu installieren, um damit dem chronischen Wassermangel der Alborte abzuhelfen. Dem Stuttgarter Ingenieur Karl Ehmann begegnete man mit gehörigem Misstrauen. Doch der technische Fortschritt setzte sich durch: 1870 wurde bei Schelklingen-Teuringshofen an der Schmiech das erste Pumpwerk der Albwasserversorgung errichtet (Foto). Eine echte Pionierleistung, die 1873 auch bei der Wiener Weltausstellung gezeigt wurde. Die alte Pumpstation kann heute als technisches Baudenkmal und Museum besichtigt werden.
Pumpwerk Teuringshofen, 89601 Schelklingen-Teuringshofen, Telefon: 0177/373 5010,
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober: jeden 1. Sonntag im Monat 13 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung, Führungen nach Vereinbarung
Geschichte der Leinenweber

Eine überregionale Bedeutung im Ulmer Umland und auf der Alb hatte die Leinenweberei. Viele Gäuweber arbeiteten im Auftrag der Ulmer Kaufmannschaft. Um 1550 gründete das Haus Württemberg als Konkurrenz zu den Ulmern in Laichingen ein eigenes Zentrum der Weberei. Um 1825 gab es in Laichingen bereits 214 Leinenwebmeister. Laichinger Damast und Wäsche erlangten als einzigartige Webwaren weithin einen guten Namen. Das Laichinger Weberei- und Heimatmuseum zeigt die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Weber von einst und stellt alte, noch funktionsfähige Webstühle aus.
Öffnungszeiten: 1. Apri bis 31. Oktober: jeden 1. und 3. Sonntag im Monat und Feiertage 13 bis 17 Uhr, und nach Vereinbarung, Führungen nach Vereinbarung, Telefon: 07333/21279
Weberei- und Heimatmuseum, Weite Straße 41, 89150 Laichingen
