Ach- und Blautal
Große Grotte

Sie wird auch Rusenschlosshöhle genannt und liegt 1 km südöstlich von Blaubeuren an einem Steilhang des Blautals, ca. 76 m über dem Tal. Die großartige Felsformation ist im Sommer von Bäumen teilweise verdeckt. Die Höhle ist ca. 15 m breit, 17 m hoch und 28 m lang. Oben auf dem Berg steht noch die weithin sichtbare, alte Burgruine des Rusenschlosses. Aus Vogelschutzgründen darf die Höhle in den Monaten Januar bis Juli und Oktober nicht betreten werden.
Funde: Steinwerkzeuge des Neandertalers
Geißenklösterle

In einer halbrunden Felsengruppe auf der rechten Seite des Achtals bei Blaubeuren-Weiler, ca. 4 km nordöstlich von Schelklingen und 60 m über dem Tal gelegen. Eine relativ kleine Höhle, die durch bedeutende Funde nicht nur in der Fachwelt Aufmerksamkeit erlangte. Die Funde sind teilweise im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren ausgestellt. Der Eingang ist aus Höhlenschutzgründen durch ein Gitter verschlossen.
Funde: geschnitzte Tierfiguren aus Mammutelfenbein, eine Menschendarstellung im Halbrelief, 2 Flöten aus Vogelknochen, bemalte Steine, Schmuckanhänger
Brillenhöhle

Sie finden die Brillenhöhle ca. 1 km westlich von Blaubeuren am linken Hang des Achtals, 80 m über dem Tal im Felsenlabyrinth der Weilerhalde. Zwei Deckendurchbrüche in der Höhlenhalle gaben ihr den Namen Brillenhöhle oder auch Zwickerhöhle. Die Höhlenhalle hat einen Durchmesser von ca. 17 m und ist bis zu 6 m hoch. Die Gesamtlänge der Höhle beträgt 32 m. Der Eingang der Höhle ist aus Höhlenschutzgründen durch ein Gitter verschlossen. Besichtigungen sind nach Absprache mit dem Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren möglich, Telefon 0 73 44/ 92 86-0. Funde: Schmuckanhänger aus Mammutelfenbein, Stein- und Knochenwerkzeuge
Sirgensteinhöhle

Am Fuß des Sirgensteinfelsen auf der linken Talseite der Ach finden Sie eine Höhle mit einem breiten überhängenden Eingang. Im Inneren führt ein schlauchartiger recht niedriger Gang in eine Kuppelhalle mit zwei kleinen Deckenöffnungen, die Tageslicht spenden. Die Höhle ist gut 40 m lang und frei zugänglich, außer zur Brutzeit des Wanderfalken. Vom Parkplatz direkt an der Straße (B 492) zwischen Blaubeuren-Weiler und Schelklingen ist ein Weg angezeichnet. Genutzt wurden die Höhle und der sonnige Vorplatz vom Neandertaler und später auch vom Modernen Menschen.
Auf www.mammutland.de und www.eiszeitkunst.de bekommen Sie einen besonderen Einblick in die prähistorischen Funde und in die Forschungsgeschichte.

